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About Us

Die Kabbelaarsbank am Brouwersdam ist eines der jüngsten Gebiete der Niederlande. Ausserdem handelt es sich um das allersüdlichste Zipfelchen Südhollands: das Wasser südlich der Kabbelaarsbank fliesst schon in der Provinz Zeeland.Die Kabbelaarsbank wurde ursprünglich als Arbeitsinsel für die Durchführung des Delta-Plans eingerichtet. Ende der Siebziger wurde sie dann durch die Windsurfer entdeckt. Die flotte Brise und das flache Küstengewässer machten die Insel am Brouwerdsdam zu einem hervorragenden Ausflugsziel. Touristische Einrichtungen entwickelten sich nur sehr langsam. Die Natuur- en Recreatieschap Grevelingen, welche für die Verwaltung des Gebietes zuständig ist passte genauestens auf. Ausschliesslich mobile Einrichtungen wie z.B. eine Frittenbude erhielten eine Erlaubnis. Und natürlich die ambulante Surfschule von Pieternel van der Linde und Uwe Jendrusch. Mit einem Wohnwagen als "Schulgebäude" erteilten sie während der Wochenenden Surfunterricht an Gruppen.

 

ANGENEHMER NEBENVERDIENST

Pieternel van der Linde ist eine waschechte Zeeländerin. Ihre Eltern hatten einen Bauernhof in Looperskapelle, der sich später zum Minicamping ausweitete. Während der Schulferien arbeitete sie in der Segelschule von Scharendijke. Mit 15 stand sie zum ersten Mal auf dem Surfbrett, der Sport liess sie nicht mehr los. So lernte sie dann den Deutschen Uwe Jendrusch kennen, der schon viel Erfahrung im Surfuntererricht hatte. In den späten 80ern stellte die ambulante Surfschule einen angenehmen Nebenverdienst dar. "Nach Unterrichtsende haben wir immer tolle Beachparties organisiert", erzählt Pieternel. "Mit Grillabend, damals war das alles natürlich noch in einm bescheidenen Rahmen." Schnell war Uwe und Pieternel klar, dass die Surfschule ihre wahre Leidenschaft war. Aus dem Wohnwagen wurde ein Doppeldeckerbus, in dem oben der Theorieunterricht statt fand und die Schüler unten Platz hatten, sich umzuziehen. "Ein einmaliger Bus, hatten wir einen Spass!" erzählt Pieternel. "Auf der Kabbelaarsbank wurde es stets voller. Für einen guten Parkplatz mussten wir um 6 Uhr morgens losfahren. Da der Bus manchmal nicht anspringen wollte sind wir um 5 Uhr aufgestanden, um noch ein Stündchen für Reparaturen zu haben.

 

WARTEN AUF DIE GENEHMIGUNG

Schnell war klar, dass Pieternel und Uwe sich längerfristig auf der Kabbelaarsbank einrichten wollten. Sie reichten die dafür erforderlichen Anträge auf Genehmigung ein, die verwaltende Recreatieschap jedoch reagierte abwartend. Pieternel: "Verschiedene Projektentwickler waren mit dem Gebiet zugange. Wir waren natürlich auch nicht die Einzigen, die eine Baugenehmigung wollten. Zusätzlich sollte erst der Bungalowpark fertiggestellt werden. Und das dauerte." Manchmal ist es in der Tat so, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Im Juli 1992 bekam Pieternel und Uwe dann die Erlaubnis zur Errichtung einer Surfschule. Pieternel: "Es gab viele Antragsteller, aber uns kannten die Behörden natürlich schon recht gut. Die Zusammenarbeit war bereits bestens und zusätzlich hatten wir einen gut durchdachten Unternehmensplan. Ausserdem wussten sie, dass wir uns genauestens an die Absprachen halten und die Pacht pünktlich bezahlen. Sehr wichtig war natürlich auch die Tatsache, dass wir schon einen festen Kundenstamm hatten. Man wollte schliesslich keinen Betrieb, der durch Mangel an Nachfrage sofort Pleite geht."Gleich nach Erhalt der Baugenehmigung wurde mit den Arbeiten begonnen. Es wurde richtig geschuftet, und nach grossem Einsatz konnte das Surfzentrum Brouwersdam im April 1993 seine Türen öffnen. Die Restauration entwickelte sich spontant nebenher. Pieternel: "Wir hatten uns schon überlegt, dass wir auch eine kleine Theke benötigen, um den Schülern einen Kaffee und was zum Knabbern bieten zu können. Zusätzlich war auch Platz für eine Snackbar. Aber noch vor der Eröffnung wurde uns klar, dass die Nachfrage nach einem Restaurant enorm war. Passanten fragten schon spontan danach, als wir noch am Bauen waren. Wir haben daraufhin die Pläne schnell umgeändert und das Restaurant gleich miteröffnet. Ich habe mich ganz in diesen Teil des Projektes gestürzt und schnell die nötigen Scheine für das Gaststättengewerbe gemacht. Improvisieren, da ist unsere Stärke. Wir lieben das Unvorhergesehene. "Die erste Saison war noch nicht vorbei, und für Uwe und Pieternel stand bereits fest, dass der Betrieb ausgebaut werden musste. Der Andrang war riesig. Der Enthusiasmus der beiden Unternehmer kannte keine Grenzen, es wurde Tag und Nacht gearbeitet. Die beiden lebten für die Firma.

 

GRUPPENUNTERKUNFT

Zuerst wurde die Ausbreitung des kleinen Surfladens mit Gebäude in Angriff genommen. Pieternel: Wir wollten auch gerne eine Gruppenunterkunft anbieten. Gruppen und Schulklassen, die mehrere Tage bei uns am Surfzentrum verbrachten mussten sich auf der Insel eine Unterkunft suchen, Fahrräder mieten und dann über den Deich zu uns radeln. Manchmal mussten sie so hart gegen den Wind anstrampeln, dass sie schon völlig ausgepowert waren bevor es mit dem Surfunterricht losging." Der Gemeinde jedoch schien die Gruppenunterkunft lange Zeit keine angemessenen Lösung. Sollten die Besucher doch in Port Zélande übernachten. "Was für Schulklassen nicht zu bezahlen ist", sagt Pieternel. 1998 sah die Gemeinde das endlich ein und erteilte die ersehnte Baugenehmigung. Der Kontakt zwischen dem Surfzentrum und Port Zélande war übrigens immer ausgezeichnet. 1997 haben Uwe und Pieternel sogar die Segelschule Port Zélande übernommen. "Im ersten Jahr haben wir die Segelschule über Port Zélande betrieben, aber das funktionierte nicht. Bei zwei Parallelverwaltungen kommt es zu Fehlern und Doppelbuchungen. 1998 haben wir die Segelschule dann zu uns überführt." Dabei erhielt der Betrieb dann auch seinen heutigen Namen: Zeil & Surfcentrum Brouwersdam. Zur Zeit verfügt das Zentrum über acht Familiensegelboote, zehn Optimisten, fünf Laser, drei Catamarane und 150 Surfbretter.

 

1999 dann erhielt das Zeil & Surfcentrum eine neue Form: Ein ansprechender Neubau mit einem grossen Surfshop und einer Gruppenunterkunft für 56 Personen wurde errichtet. Das Restaurant wurde um die frei gewordenen Räumlichkeiten des bestehenden Gebäudes erweitert. Im Shop findet man nun allerlei verschiedene Dinge, von Sonnenbrillen bis hin zu Neoprenanzügen. Die Möglichkeit, Surfbretter vor Ankauf zu testen stellt die grosse Besonderheit dar. Pieternel: "Für Schulung und Verleih kaufen wir jedes Jahr die neuesten und besten Bretter. Die guten Surfer wissen das zu schätzen. Mit anderen Worten, jedes erdenkliche Brett kann bei uns getestet werden und man weiss dann sofort, ob Volumen, Länge und Breite angemessen sind. Wenn man sich dann zum Kauf entschliesst, muss die Brettmiete nicht bezahlt werden. So einen Service gibt es in keinem anderen Surfladen." Nach wie vor haben Pieternel und Uwe noch stets viel Spass an ihrem Betrieb. Auch wenn sie es jetzt etwas ruhiger angehen lassen. Pieternel: "Als wir vor zehn Jahren unser erstes Kind bekommen haben - inzwischen haben wir drei - sind wir nach Scharendijke umgezogen. Wenn ich zuhause aus dem Dachfenster gucke, kann ich das Surfcentrum sehen. Es war richtig, ein wenig Abstand zu nehmen. In den ersten Jahren haben wir Tag und Nacht gearbeitet, und auch jetzt sind die Wochen noch lang. Aber wir haben das Glück, auf ausgezeichnete Mitarbeiter zurückgreifen zu können, die uns sehr viel abnehmen. Und es ist einfach herrlich mit Surfen zu tun zu haben. Ich stehe zwar seit Jahren nicht mehr selber aktiv auf dem Surfbrett, aber der Umgang mit all den begeisterten Menschen hält mich jung und fit. Surfer sind einfach eine Kategorie für sich."

 

Durch immer weitere Aktivitäten und eine Ausbreitung von sowohl Windsurfmaterial als auch Booten reichte die Vergrösserung von 1999 nicht mehr aus. Darum wurde im Jahr 2012 das Surfcentrum durch neue Umkleidekabinen, einem neuem Surfanzugraum und generell mehr Raum für das ganze Material erweitert. Die Segelschule zieht in ein neues gebäude um: Das Race-Office. Ein einmaliges Gebäude mti einem tollen Blick über das Grevelingenmeer. Auch in diesem gebäude befinden sich Umkleiden, Stand-Up-Paddel-Boards usw. Im oberen Teil des Gebäudes befinden sich Besprechungs- und Tagungsräume. Mittlerweile befinden sich in unserer Segelschule Catamarane, Kajütboote, Valken, RS Visions, RS Qubas, Lasers und Optimisten.

 

Und das ist noch längst nicht alles. So viele Aktivitäten und eine Unterkunftsmöglichkeit in einem ist einfach ideal für Gruppen, Familien, Schulklassen, Vereine usw. Darum beschlossen Uwe und Pieternel, die Unterkunft um weitere 14 Beachlodges zu erweitern. Diese wurden auf mit Sand aufgeschütteten Buchten hinter dem Surfcentrum gebaut, so dass sie direkt am Wasser stehen. Pieternel bringt es auf den Punkt: “Auf der Veranda sitzen vor einem kleinem Häuschen mit Beachatmosphäre, das perfekt in die Umgebung passt, direkt am Wasser und mit Blick auf die Windsurfer, Segelboote und spielenden Kinder...das will doch jeder!?”

 

Nach unserem großem Umbau konzentrieren wir uns auch wieder mit vollem Einsatz auf die Organisation von kleinen und großen Wassersportveranstaltungen wie z.B. Rookie-Cup, Q-Cup, niederländischen Freestyle Meisterschaften und der WM im Freestyle Youth. Wir waren 10 Jahre lang Ausrichter des legendären Events “Mission” welches jedes Jahr mehr als 250 Teilnehmer und 5000 Besucher begeistert hat. 2015 fiel der Startschuss für eine neue Eventreihe: DAM-X! Ein Event, das seine Besucher einlädt zum Zuschauen und aktiver Teilnahme, ein Event, das sich aufbaut um die europäische Freestyle Tour (EFPT). DAM-X ist somit die Gelegenheit die Pros der Windsurf-Freestyleszene einaml hautnah zu erleben!

 

Nach 20 Jahren hatte das alte Gebäude ausgedient und so wurde es im Winter 2016/2017 Zeit für einen grossen Umbau. Das Restaurant wurden abgerissen und durch einen charakteristischen Neubau ersetzt. Auch der Shop hat ein neues, doppelt so großes Zuhause gefunden und ist nun direkt mit dem Restaurant verbunden. Auch 4 neue Zimmer, Doppel- und Familienzimmer, sind an der Wasserseite des neuen Gebäudes entstanden. In den neuen Büros mit bodentiefen Fensterfronten lässt sich das Team vom geselligen Treiben draußen inspirieren.

 

Trotz aller großen Veränderungen beim Zeil- & Surfcentrum Brouwersdam steht das Team nach wie vor für die gleichen Werte wie damals in den Anfängen am kultigen Doppeldecker-Bus: eine gewohnt heimische und entspannte Atmosphäre. Viele der Mitarbeiter sind seit Jahren dabei und freuen sich auf alle treuen und sicher auch auf neue Kunden.

 

Und auch für die Zukunft steht noch so einiges auf dem Plan. So kann man Pläne vernehmen, eine Wasserskibahn am Zeil- & Surfcentrum zu bauen! Eines ist klar: Wir werden noch viel vom Zeil- & Surfcentrum Brouwersdam hören!

 

Quelle: RECREATIE, Zeitschrift für Erholung und Tourismus, Mai 2005, nr 5